In Bereich Faire Textilien wollen wir die in der globalen Textilindustrie vorherrschenden Missstände nachhaltig bekämpfen. Wie kann es sein, dass wir in Deutschland damit prahlen, was für Schnäppchen wir mal wieder bei H&M, Primark und ähnlichen Läden gemacht haben, während auf der anderen Seite der Welt Näherinnen bei der Produktion unserer Kleider sterben? Wie kann es sein, dass europäische Textilketten ihrer gesellschaftlichen Verantwortung durch unübersichtlich weit verzweigte Produktionsketten und unzureichende Haftungsregelungen entgehen können, obwohl sie über die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken genau Bescheid wissen? Und wie kann es sein, dass Betroffene zu viel Angst haben, um sich in Gewerkschaften für ihre eigenen Rechte stark zu machen? Und diejenigen, die sich öffentlich dazu bekennen, sich plötzlich als Inhaftierte im Gefängnis wiederfinden?

Wir wollen dem ein Ende setzen und dazu beitragen, dass wir unsere globale Verantwortung endlich wahrnehmen.

  • Produktionsstätten im globalen Süden dürfen keine Todesfabriken mehr sein.
  • Näher*Innen sollen unter würdigen Bedingungen arbeiten können und einen Lohn erhalten, der zum Leben reicht.
  • Unternehmen müssen transparente Lieferketten einführen und es sollte eine gesetzliche Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen bestehen.

Um das zu erreichen haben wir den bundesweit bisher einzigartigen Preis Spitze Nadel im Jahr 2016 zum ersten Mal ausgelobt. Dieser prämiert Aktionen, die über die Missstände in der Textilindustrie aufklären sollen.

Daneben haben wir mit der Ausstellung "Ich mache deine Kleider" und dem Vortrag "Kleidung - todschick oder fair gehandelt" bisher zwei weitere Veranstaltungen zum Thema faire Textilien in Paderborn durchgeführt. Da wir mit diesen eine große Resonaz erreicht haben, planen wir weitere Aktionen für die Zukunft.

Weiterhin setzen wir uns dafür ein, dass eine gesetzliche Grundlage geschaffen wird. Diese soll es Betroffenen ermöglichen, Schadenersatz von Unternehmen zu verlangen, die menschenunwürdig in Textilfabriken produzieren lassen. Unternehmen sollten nicht nur die Erfüllung der Menschenrechte im Hauptunternehmen garantieren, sondern entlang der gesamten Lieferkette.

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