Unser Maßnahmenpapier

Ein Weg zu mehr digitaler Souveränität

Gemein­sam möch­ten wir uns auf den Weg machen – auf den Weg zu mehr digi­ta­ler Sou­ve­rä­ni­tät und euro­päi­scher Eigen­stän­dig­keit im digi­ta­len Raum. Viel zu lang haben wir uns in Deutsch­land und Euro­pa mit jedem Schritt, den wir nicht bewusst in Rich­tung eige­nes sou­ve­rä­nes Han­deln gesetzt haben, wei­ter abhän­gig gemacht. Und jetzt müs­sen wir uns drin­gen­der als je zuvor mit den Kon­se­quen­zen die­sen Nicht-Han­delns aus­ein­an­der­set­zen.

Doch was braucht es, um digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät kon­kret zu errei­chen? Gemein­sam mit dem Soft­ware Inno­va­ti­on Lab der Uni­ver­si­tät Pader­born am SICP haben wir Maß­nah­men erar­bei­tet und zusam­men­ge­tra­gen, die es aus unse­rer Sicht für die Errei­chung die­ses Ziel braucht.

Unser Maß­nah­men­pa­pier unter­teilt sich in fünf Kate­go­rien

Alter­na­ti­ven zu Big Tech stär­ken: Die Stär­kung von Alter­na­ti­ven zu Big Tech ist zen­tral für mehr digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät in Deutsch­land und Euro­pa. Dafür braucht es offe­ne, inter­ope­ra­ble und gemein­wohl­ori­en­tier­te Lösun­gen sowie die För­de­rung euro­päi­scher Anbie­ter und offe­ner Stan­dards. Ziel ist ein viel­fäl­ti­ges, unab­hän­gi­ges und resi­li­en­tes digi­ta­les Öko­sys­tem.

Not­wen­di­ge gesetz­li­che Regu­lie­run­gen: Sou­ve­rä­ne tech­ni­sche Lösun­gen brau­chen einen fai­ren und wirk­sa­men recht­li­chen Ord­nungs­rah­men. Bestehen­de Geset­ze müs­sen kon­se­quent durch­ge­setzt und Rege­lungs­lü­cken geschlos­sen wer­den, um Wett­be­werb und Inno­va­ti­on zu för­dern und die Markt­macht gro­ßer Platt­for­men zu begren­zen.

Sicher­heit: Digi­ta­le Infra­struk­tu­ren sind eine wesent­li­che Vor­aus­set­zung für staat­li­che und gesell­schaft­li­che Hand­lungs­fä­hig­keit und Stö­run­gen, Cyber­an­grif­fe oder der Aus­fall ein­zel­ner Anbie­ter kön­nen weit­rei­chen­de Fol­gen für das öffent­li­che Leben und die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät haben. Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät ist ein zen­tra­ler Bestand­teil moder­ner Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik. 

Wirt­schaft: Digi­ta­le Tech­no­lo­gien sind zen­tral für die wirt­schaft­li­che Wert­schöp­fung. Abhän­gig­kei­ten von weni­gen glo­ba­len Anbie­tern kön­nen zu erheb­li­chen Risi­ken für Unter­neh­men und Wert­schöp­fungs­ket­ten wer­den. Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät bedeu­tet daher, eige­ne Kom­pe­ten­zen, leis­tungs­fä­hi­ge Alter­na­ti­ven und fle­xi­ble Wech­sel­mög­lich­kei­ten zu schaf­fen.

Bil­dung & Gesell­schaft: Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät braucht Men­schen, die digi­ta­le Sys­te­me ver­ste­hen, kri­tisch bewer­ten und selbst­be­stimmt nut­zen kön­nen. Dafür braucht es zugleich trans­pa­ren­te Struk­tu­ren, ech­te Wahl­mög­lich­kei­ten und fai­re Rah­men­be­din­gun­gen. Denn indi­vi­du­el­le Kom­pe­tenz allein kann feh­len­de Alter­na­ti­ven oder markt­be­herr­schen­de Struk­tu­ren nicht aus­glei­chen.

Unse­re Ver­an­stal­tungs­rei­he zur digi­ta­len Sou­ve­rä­ni­tät: Von Febru­ar bis Juni 2026 haben wir gemein­sam mit dem Soft­ware Inno­va­ti­on Lab der Uni­ver­si­tät Pader­born am SICP – Soft­ware Inno­va­ti­on Cam­pus Pader­born die vier­tei­li­ge Ver­an­stal­tungs­rei­he „Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät – demo­kra­ti­sche Ant­wor­ten für ein frei­es Inter­net“ durch­ge­führt. Aus den dar­aus gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen sowie wei­te­ren Recher­chen ist der vor­lie­gen­de Maß­nah­men­ka­ta­log ent­stan­den.

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